Zu Gast bei Grinsestern

Heute darf ich bei der lieben Anita von Grinsestern die Urlaubsvertretung machen und darüber freue ich mich sehr 🙂 Schaut unbedingt mal rüber, es gibt jede Menge tolle Sachen zu entdecken und der Grinsesternladen ist voll mit bunten Herrlichkeiten für euch!

Ich habe mir für meinen Gastbeitrag ein kleines Tutorial einfallen lassen, welches ich natürlich auch hier mit euch teilen möchte. Dabei geht es um Mugrugs, oder einfach nur „Untersetzer“ im Patchworkstil.

So Gefuzzel mit Stoffresten mag ich ja immer am Allerliebsten. Dabei wird zuerst stundenlang arrangiert, auch gern mal eine Weile liegen gelassen, später nochmal überarbeitet… bis alles passt. Das überlass ich natürlich ganz euch (unwillkürlich bunt sieht sicher auch total klasse aus!) und wie es nach der Stoffauswahl weiter geht, erkläre ich euch jetzt.

Viele bunte Webware-Reste
Unifarbene Webware als Rückseite
Fleece, Frottee oder ähnlich dicken Stoff als Füllmaterial
Vlies zur Stabilisierung
die üblichen Nähutensilien
einen Drucker zum Ausdrucken der Vorlage oder
Papier, falls ihr sie selbst aufzeichnen möchtet (die Maße findet ihr auf der Vorlage vermerkt)

Zuerst druckt ihr euch die Vorlage aus und schneidet die einzelnen Rechtecke aus.

Bitte beachten: Damit nachher alles zusammenpasst, ist hier eine Nahtzugabe von 1 cm bereits mit eingerechnet! Die Rechtecke sind mit den Ziffern von 1 bis 7 nummeriert und nach dieser Reihenfolge werden sie auch später zusammengenäht. Also 1 und 2. Dann dieses Teil mit Rechteck Nr. 3, etc. So entsteht nach und nach die Oberseite der Untersetzer, die dann auch bei jedem gleich aufgebaut ist.

Nun sucht ihr euch eure gewünschten Reststückchen für die Oberseite zusammen und schneidet diese mit Hilfe der Papierrechtecke zu. Falls ihr mehrere Untersetzer gleichzeitig zuschneiden wollt, macht euch am besten nummerierte Stapel, um danach nicht durcheinander zu kommen. Also alle Nr1-Rechtecke aufeinander, alle Nr2-Rechtecke zusammen, etc.

Jetzt fehlen noch die Rückseite, das Vlies und die Füllung. Auch diese werden ohne zusätzlicher Nahtzugabe zugeschnitten.

Dann gehts zur Nähmaschine. Legt Rechteck Nr 1 rechts  auf rechts auf R2 und näht eine der langen Kanten zusammen. Dreht das Gesamtstück um und macht mit R3 weiter. Achtet dabei darauf, dass ihr die Nahtzugaben der Nähte, die ihr kreuzt, auseinander faltet, so dass kein Wulst entsteht. Weniger geübte Näher können auch nach jeder Naht die Nahtzugaben auseinander bügeln und dann mit der nächsten Naht weiter machen. So arbeitet ihr euch nun bis zu R7 durch. Solltet ihr dazwischen nicht gebügelt haben, seid ihr spätestens jetzt an der Reihe 😉 Achtet darauf, dass eure Oberseite überall so eben wie möglich ist.

Die Fülleinlage ist etwas kleiner als die restlichen Schichten, damit ein Aufplustern an den Kanten vermieden wird. Näht das Vlies mit einem großen „Z“ direkt an die Füllung fest, damit sich später nichts verschiebt und der Untersetzer auch beim Waschen in Form bleibt. Die Füllschicht sollte hier mittig auf dem Vlies liegen.

So sehen eure Teile nun aus:

Genau in dieser Reihenfolge, wie hier auf dem Bild ersichtlich, legt ihr die Schichten nun aufeinander:
Unterseite mit Oberseite rechts auf rechts und darüber die Vlies/Füllschicht. Dann näht ihr einmal rundherum und lasst eine ausreichend große Wendeöffnung.

Schneidet die Ecken knapp an der Naht ab, wendet den Untersetzer und steppt die Naht knappkantig ab. Dabei wird auch gleich die Wendeöffnung verschlossen.

Am Ende könnt ihr den gesamten Untersetzer noch mit Geradstich oder Zierstichen absteppen, das hält die Schichten besser zusammen und sieht gut aus 🙂

Ich hoffe, die Anleitung hat euch gefallen und wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen.

Alles Liebe und Gute,


{Tutorial} – Regenbogenrock

Heute ist der letzte Tag der offiziellen Rainbow Style Week bei Kitzkatz Design. Ich freue mich, dass ich es diesmal endlich geschafft habe, etwas dazu beizutragen, nachdem ich es die letzten 2 Mal versäumt habe 🙂

Ich habe für Sassy einen kunterbunten Frühlingsrock genäht. Für die gelben und orangenen Teile musste ich in meinem Familiendeckeneckenfundus (*g*) kramen, denn ich habe selbst keine Stoffe in diesen Farben (das muss sich ändern!). Ich war sehr froh, dass mir manche lieben Stoffspender Stücke geschickt haben, die um einiges größer waren als die benötigten 8×8 cm. So konnte ich den Rock tatsächlich regenbogenbunt gestalten.

Noch ein positiver Nebeneffekt: meine Fotokulisse zog Sassy magisch an. Nachdem ich sie mit Müh‘ und Not davon abhalten konnte, sich die Blümchen während des Fotografierens zu klauen, war sie nach meinem Startschuss gut eine halbe Stunde damit beschäftigt, die bunten Blumen aus dem Glas zu fummeln und auf der „Wiese“ zu arrangieren. Mit so Kleinkram kann sie sich wirklich lange unterhalten 🙂

Inspiriert wurde ich hier von Mona, die einen Tellerrock für ihre Tochter gemacht hat. Dieser hat mir so gut gefallen, dass ich einfach nicht die Geduld hatte, auf eine Anleitung zu warten *lach* Ich habe mich kurzerhand selbst hingesetzt und getüftelt. Ein Tellerrock ist es absichtlich nicht geworden, da Mona für ihren Rock auch ein Freebook geplant hat und ich ihr da nichts vorweg nehmen wollte. Mein Patchworkrock ist einfach ein luftiges, gefüttertes Sommerröckchen in A-Form.

Und so wirds gemacht: 

Zuerst wird der Bauchumfang des Kindes benötigt. Dazu messe bitte einen vorhandenen, passenden Rock am Bund ab und nimm diesen Wert doppelt oder miss direkt am Bauch des Kindes. Dazu gibst du noch 3 cm Naht- und Wachstumszugabe (lila Linie). Als zweiten Schritt muss man sich überlegen, wie viel größer der untere Rand werden soll. Ich habe mich für eine Verdoppelung entschieden, man kann es aber natürlich auch noch breiter machen, dann fliegt der Rock besser.

Wir vervielfachen also unsere lila Linie zur blauen Linie wie gewünscht. Danach berechnen wir die grüne und pinke Linie wie folgt:  
Pink = Lila + ((blau – lila) /3)
Grün = Blau – ((blau – lila) / 3)
In meinem Fall war das die Berechnung für eine Zweijährige:
Gemessene Bundweite eines Jeansrocks: 23,5 cm
Lila = 23,5×2 (da der Bund nur einfach gemessen wurde) = 47 + 3 cm NZG = 50 cm
Blau = 50×2 = 100 cm (gewählte Verbreiterung)
Pink = 50+((100-50)/3) = 50 + 16,65 = 66,65 cm
Grün = 100-((100-50)/2 = 100 – 16,65 = 83,35 cm

Die passende Rocklänge erhältst du, indem du den vorhandenen Rock abmisst oder wieder direkt am Kind misst.  Diesen Wert teile nun durch 3, das ergibt die Schnittteilhöhe ohne Zugaben. Danach teile für die waagrechten Schnittkanten deine oben berechneten Umfangwerte durch 8 und notiere diese. 
Nimm dir ein Blatt Papier und zeichne mittig eine senkrechte Mittellinie. 
Diese teilst du nun in der Höhe folgendermaßen ein: 

1. Abschnitt: Ein Drittel Rocklänge + 2 cm Saumzuschlag oben und  1 cm Nahtzugabe unten
2. Abschnitt: Ein Drittel Rocklänge + 1 cm Nahtzugabe oben und unten
3. Abschnitt: Ein Drittel Rocklänge + 1 cm Nahtzugabe oben und 2 cm Saumzuschlag unten 
Ziehe waagrechte Linien im rechten Winkel zur Mittellinie an diesen Punkten.
Das sieht nun so aus:

Nun gibst du noch je 1 cm links und rechts als Nahtzugabe dazu und schon kannst du deine Schnittteile ausschneiden. Beachte:  der Stoffzuschnitt erfolgt nun OHNE zusätzliche Nahtzugabe, da diese schon im Schnittmuster enthalten ist.
Ich habe meine Stoffe farblich so aufgeteilt:

Du beginnst nun mit einem der kleinen Teile und nähst das nächste senkrechte Teil rechts auf rechts an (Nr. 1). Danach das dritte Teil gleich dazu (Nr. 2). Und schon hast du ein Achtel des Oberrockes fertig 😉 Nachdem du alle Bahnen des Rockes zusammengesetzt hast, kannst du diese ebenfalls rechts auf rechts aneinander fügen (siehe rote gestrichelte Linie). Am besten fertigst du dir vor dem Nähen eine kleine Skizze an, um nicht durcheinander zu kommen.

Herzlichen Glückwunsch, der Oberrock ist nun fertig.

Nun geht’s ans Füttern:
Ich habe dazu einen Vorhangstoff genommen 😉 Dazu habe ich den Stoff doppelt auf meine Schneidematte gelegt und den Oberrock als Schnittmuster genommen (einfach an den Stoffbruch gelegt). Unten habe ich 3 cm Nahtzugabe dazugegeben, weil ich wollte, dass der Futterstoff etwas hervorblitzt.
Dann schließt man das Futter rechts auf rechts zu einem Ring, wendet den Oberrock und steckt das Futter so hinein, dass die rechten Seiten wieder zueinander sehen (also die „unschöne“  Oberrock-Seite außen ist). Danach wird unten einmal rundherum genäht  und der Rock gewendet. Nun hat man oben noch eine offene Seite, die nun auch versäubert und geschlossen wird (entweder mit der Overlockmaschine, oder mittels Gerad- und Zickzackstich der normalen Nähmaschine). 
Nun ist der Rock fast fertig. Damit er auch richtig passt, nimmt man nun ein Gummiband und misst die gedehnte, passende Länge direkt am Kind ab und gibt 3 cm zu, die man zum Fixieren braucht. Der Rock wird oben passend nach innen eingeschlagen – besser etwas zu viel, als zu wenig, sonst passt am Ende das Gummiband nicht durch 😉 – und mit einem Geradstich festgenäht. Dabei lässt man eine kleine Öffnung von ca. 2 cm, durch die man das Band einziehen kann. Das geht am besten mit einer kleinen Sicherheitsnadel, die man am Ende des Gummis festmacht. Diese kann man dann ziemlich leicht durch den Tunnel schieben. Wenn man durch ist, näht man die Enden zusammen. Dazu lappt man nun die zugegebenen cm übereinander und näht ein paar Mal per Hand oder mit der Maschine darüber. Danach wird die Einzugsöffnung noch verschlossen und schon ist es geschafft.
Ich habe bei meinem Rock noch eine Häkelborte am unteren Ende aufgenäht, aber das ist ja persönliche Geschmackssache 😉

Hier könnt ihr euch die gesamte Anleitung samt den Grafiken als pdf speichern.

Und ab damit auch zu KlaraKlawitter. Dort findet ihr ein tolles DIY-Verzeichnis mit jede Menge toller, kostenloser Anleitungen! Schaut mal rein 🙂

Viel Erfolg und Spaß beim Nähen!

Liebe Grüße,


Round and round it goes

Heute möchte ich euch ein weiteres Geschenk für die Kinder meiner Freundin zeigen. Ich habe Fransenarmbänder genäht – einmal in „cool“ und einmal in „süß“.

Wie funktioniert’s?

Man nehme kleine Stoffreste (ich bewahre ja JEDEN kleinen Fuzzel auf, der noch irgendwie verwertbar ist) und ein paar passende Webbandreste. Nun näht ihr die verschiedenen Fleckchen jeweils rechts auf rechts aneinander bis ihr die gewünschte Länge erreicht habt. Für ein zweijähriges Kind habe ich eine Länge von 32 cm gewählt, das kann man dann locker 2x ums Handgelenk wickeln und man hat noch etwas Platz zum wachsen. Für ein(en) Vierjährige(n) passt eine Länge von 36 cm gut. Die einfache Breite (also bevor es zu einem Schlauch zusammen genäht wird) liegt hier bei beiden Bändern bei 5 cm.

Die Webbänder kann man quer oder längst aufnähen. Ich habe bei meinen Beispielen kleine Webbandstücke quer über die Nähte von den Stoffteilen genäht. Man kann sich hier natürlich austoben und es sind auch kleine Anhänger, Perlen und so weiter sehr süß, aber solche Sachen würde ich dann erst bei älteren Kindern verwenden, bei denen die Verwendung von Kleinteilen schon zu 100 % unbedenklich sind.

Danach faltet man das fertig verzierte Gesamtwerk einmal längs rechts auf rechts und näht eine kurze Seite und die lange Seite in einem Zug zusammen. Dieser Schlauch wird dann vorsichtig gewendet (das ist immer eine ziemliche Fummelei und man sollte nicht zu stark oder grob dran ziehen, da es sonst sein kann, dass man Löcher rein macht -.-) Man kann nun die Wendeseite per Hand oder knappkantig mit der Nähmaschine schließen und das Band so verwenden, oder das Band noch mit Fransen aufpeppen. Dafür habe ich das Band auf einen Streifen Baumwollstoff genäht und diesen dann 1-2 mm neben der Naht abgeschnitten. Ich habe einen Zierstich verwendet, der mir dafür sehr gut gefällt, man kann es aber auch mit einem engen Zickzackstich nähen. Um das Band fransig werden zu lassen muss man die Längsfäden des Baumwollstoffes herausziehen und das Band dann ordentlich durchkneten und zupfen.

Geschlossen werden die Bänder mit Kam-Snaps. Bei der Mädchenvariante habe ich hier noch ein kleines Blümchen verwendet.

Ich hoffe, die Bänder gefallen euch und ich konnte euch eine kleine Freude mit der Anleitung machen. Sassy liebt ihre eigenen zwei Bänder und selbst der Puppe musste ich schon eines machen, damit sie im Partnerlook unterwegs sein können. Mir gefällt am meisten die „Unkaputtbarkeit“ *lach* Sassys Perlenarmbänder auf einer Gummischnur halten nämlich meistens nicht sehr lange – man muss ja testen, wie weit sich der Gummi dehnen lässt 😉

Ich wünsche euch ein wunderbares letztes Nicht-Advents-Wochenend! Backt ihr schon alle fleißig? Und wenn ja – habt ihr DAS ultimative Keksrezept für mich, das man auch mit einer kleinen 2jährigen backen kann?

Liebe Grüße und alles Gute,

Still, still…

… wars hier im Blog im September.

Hier sind die Gründe dafür. Wir waren damit beschäftigt…

… wunderschöne, gelbe Blumen zu bestaunen und zu pflücken und 
andere Familienmitglieder damit in den Wahnsinn zu treiben, 
weil der Weg zum Supermarkt dadurch zeitlich einer Mount Everest Besteigung glich.

… uns in einer riesigen Sandkiste auszutoben und 
fremdes Spielzeug viel toller zu finden als das eigene.
… mit dem Tretmobil die Umgebung zu erkunden und 
uns die italienische Meeresluft um die Nase wehen zu lassen.

… anderen Urlauberkindern den Platz im „Hundauto“ streitig zu machen und
dann gefühlte 50x eine „Minze“ zu ordern, weil man unbedingt „autofaaaahr’n“ möchte.
 * * *
Wie man also unschwer erkennen kann, war Familie Milchmaus auf Urlaub – und zwar hier in Caorle, Italien. Die Fahrt war problemlos; das Wetter bis auf 2 Tage wunderbar, aber leider schon ein bisschen zu kühl um ausgiebig zu baden und zu schwimmen. 
Wir wohnten in einem Bungalow und da ich schon vorab wusste, dass es da eine offene Treppe gab, musste ich mir etwas überlegen, womit ich die Milchmaus davon abhalte, ständig die Treppe hoch zu klettern. Das tut sie nämlich sehr gerne und wenn sie irgendwo eine Treppe sieht ist sie plötzlich schneller als ein kleiner Blitz 😉 Es war zwar natürlich immer jemand im Raum, aber man fühlt sich trotzdem sicherer, wenn Gefahrenstellen etwas abgesichert und schwerer zugänglich sind. 
Da ich nicht wusste, wie die Treppe genau aussieht und wie breit sie ist (verschiedene Bungalows – verschiedene Treppen), suchte ich nach einer variabel einsetzbare Lösung und entschloss mich dazu, kleine Stoffquadrate mit einem Gummi dazwischen zu einem Netz zusammen zu nähen. Und das ganze fiel mir natürlich in der Nacht vor der Abreise ein 😉 
Ich habe das Netz also am Vormittag noch zusammengeschustert, während die MM-Oma da war um Reiseverpflegung zu bringen (und die Milchmaus nochmal zu knuddeln, bevor sie eine Eeeeeewigkeit außer Landes ist ^^), der MM-Papa schon mal das halbe Wohnungsinventar zusammengetragen hat und die Milchmaus selbst nervös zwischen den Gepäckstücken rumflitzte und zur Sicherheit alle 5 Minuten ankam um zu prüfen, ob sich die Mama eh nicht zufällig in Luft aufgelöst hat. 😉

Mit dem Endergebnis bin ich durchaus zufrieden und es hat seine Dienste auch gut erfüllt. Töchterchen hat es natürlich TROTZDEM einmal geschafft, plötzlich 2 Stufen ÜBER dem Netz zu stehen ^^

Ab nun sollte hier auch wieder mehr los sein im Blog 😉 Meine To-Sew-Liste ist voll und auch ein ganz großes Special schwebt schon in meinem Kopf herum. Ich hoffe, ich kann es realisieren, denn dann gibts hier eine große Überraschung 🙂
Ich hoffe, ihr hattet dieses Jahr auch eine schöne Sommerzeit und könnt nun entspannt in die kühle Jahreszeit blicken!
Liebe Grüße,


Ratzfatz Nackenkissen

Zwischen Baby in den Schlaf schaukeln, Haushalt schmeißen und Saison-Abschluss-Grillen bei Milchmauses Opa hab ich heute noch schnell ein Nackenkissen für die Süße geschneidert. Wenn sie im Auto einschläft – und das wird sie hoffentlich! – fällt ihr Köpfchen immer nach vorne und sie bekommt fiese Gurtabdrücke im Gesicht 😦

Das Schnittmuster habe ich mir selbst erstellt, da mir die Kauf-Nackenkissen alle zu wulstig waren. Aus diesem Grund wurden sie auch alle verweigert und zornig weggeworfen 😦 Der kuschelige Flanellstoff lädt zum dösen ein, der schmale Steg drückt nicht im Nacken und die lustigen Frösche sind wohl gute Weggefährten 🙂

Falls es unter meinen Lesern noch jemanden gibt, der mit den Kaufkissen unzufrieden ist: Hier findet ihr die Lösung 😉

Ladet euch HIER das Schnittmuster herunter, druckt es ohne Größenskalierung aus und schneidet das Hörnchen aus. Faltet euren gewünschten Stoff so, dass ihr das Hörnchen mit der „Stoffbruch“-Markierung direkt an die Falte legen könnt und schneidet mit dem Rollschneider einmal rundherum. Falls ihr keinen Rollschneider habt, könnt ihr natürlich auch mit der Schere schneiden, oder das Schnittmuster zuerst auf den Stoff übertragen  und danach normal ausschneiden. Das Ganze macht ihr 2 Mal – und achtet bitte besser als ich darauf, dass das Muster am Ende nicht auf dem Kopf steht 😉 Nahtzugabe ist bereits enthalten.

Nun legt ihr die beiden Teile rechts auf rechts aufeinander (das heißt: die schönen Seiten sind innen einander zugewandt) und näht mit einem Geradstich einmal rundherum. Dabei lasst ihr eine ca 5 cm große Wendeöffnung, am besten mittig an der oberen Außenkante. Ich habe meine Wendeöffnung innen seitlich gemacht, was nicht sehr klug war, denn ich musste die Füllung dann durch den ganzen linken „Flügel“ in den rechten rüber schieben… aber aus Fehlern wird man ja bekanntlich klug 😉 Ihr lasst also eure Öffnung lieber außen mittig, dann fällt euch das Ausstopfen leichter.

Als Füllmaterial eignet sich Polsterfüllung vom gelben Schweden sehr gut, denn das ist günstig und schnell besorgt. Natürlich könnt ihr aber auch normale Füllwatte nehmen. Stopft euer Nackenhörnchen so aus, dass es weder labbrig, noch prall gefüllt ist – also gerade so, wie es bequem und kuschelig ist. Unser Nackenhörnchen dient weniger der Stabilisierung des Kopfes als einfach der Bequemlichkeit beim Schlafen im Kindersitz.

Nun näht ihr noch die Wendeöffnung per Hand zu. Eine gute Anleitung für den so genannten Matratzenstich findet ihr HIER

Viel Spaß beim Nachnähen und bequeme Autofahrten wünsche ich euch!

Alles Liebe,